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Regulieren & Intonieren

Außer der Klavierstimmung, die mit der Frequenz des Tons zusammenhängt, gibt es (s.o.) noch zwei andere Parameter, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden müssen: der Klang (mittels der Intonation), und das Spielgefühl (mittels der Regulierung). Die Tasten des Klaviers und seine Mechanik wurden entworfen, um regelmäßig reguliert zu werden, und die mechanischen Teile werden von der Abnutzung und der Feuchtigkeitsänderung beeinflusst und weichen somit von der idealen Einstellung ab. Die Regulierung eines Klaviers hängt von der Häufigkeit der Benutzung ab. Das häufige Spielen senkt die gleichmäßige Regulierung der Tasten, was die Reaktion der Klaviermechanik verändert, und bewirkt ein anderes Spielgefühl beim Pianisten. Eine schlechte Regulierung eines Klaviers macht das Klavierspiel schwieriger und gleichzeitig wird auch sein Klang beeinflusst.

 

Ziel des Intonierens ist es, einen ausgeglichenen Klang zu erzielen, gleichgültig ob er lebhaft, normal oder weich sein soll. Im Gegensatz zum Klavierstimmen, das die Regulation der Saitenspannung betrifft, hängt das Intonieren von Zustand und Funktionsweise der Klavierhämmer ab. Das Intonieren der Klavierhämmer ist einerseits davon abhängig, wie gut das Klavier reguliert ist, und andererseits davon, dass alle Hämmer die Saiten auf die gleiche Weise anschlagen. Die Intonation verändert sich z.B., wenn der Filz der Klavierhämmer sich durch das Spiel in seiner Struktur verändert, so dass er ‘abgeflacht’ und ‘eingegraben’ wird, oder, wenn der Filz mit der Zeit seine Feuchtigkeit verliert, aushärtet und ‘zerbricht’.

 

Das Regulieren und das Intonieren ist zusammen mit dem Klavierstimmen Bestandteil einer vollständigen Wartung des Klaviers und sollten bei jedem Besuch des Klavier u. Cembalobauer/in kontrolliert werden. Damit der Klang des Klaviers in perfektem Zustand erhalten bleibt, sollten diese Punkte bei jedem Besuch des Klavier & Cembalobauer/in zumindest überprüft werden.

Seit wann wird intoniert?

Intoniert wird seidem es Musik gibt! Begriffe wie: " wir werden dem......zum Geburtstag ein Ständchen intonieren "oder: " Du hast das nicht ordentlich gespielt, du musst das besser intonieren",sind uns geläufig.Als Arbeitsgang im Klavierbau gibt es das Thema Intonieren seit den ersten Kielinstrumenten, d.h. seit dem Spätmittelalter. Deren Name rührt daher, dass die Saiten mit Federkielen angezupft wurden und es zu Erzielung eines gleichmäßigen Klangbildes von Ton zu Ton darauf ankam, die Kiele mit einem scharfen Messer passend zuzuschneiden. Praktiziert wurden diese Arbeitsgänge in der Mehrzahl von Orgelbauern,die sich nebenher mit dem Bau von Kielinstrumenten befassten,ansonsten von den Spieler selbst.Schließlich war das Zuschneiden von Kielen jedermann geläufig, der des Schreibens mächtig war, denn auch die Federkiele der Schreibfedern mussten regelmäßig nachgeschnitten werden.Sehr schön nachzuvollziehen und anzuschauen sind die Intonationsbemühungen auch bei den ersten Hammerflügeln. Die Hammerköpfe  wurden aus verschieden starken,beziehungsweise dicken Pergamentröllchen gefertigt. Bedingt durch die verschiedenen Stärken der Pergamentröllchen wurde der Klang variierbar und dynamich.Und verschieden starke Bezugsleder auf diesen Pergamentröllchen und mit Filz umzogene Holzkerne folgten.

Begriffsdefinitionen

Generell, versteht ein Musiker unter Intonation "nicht dasselbe" wie ein Klavier & Cembalobauer/in

 

 

 

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